Das diesjährige Sommerkonzert „Klang der Kathedralen“ widmet sich der großen geistlichen Chor- und Orgelmusik der Spätromantik. Werke französischer und englischer Komponisten entfalten einen eindrucksvollen Klangraum, in dem feierliche Monumentalität und lyrische Innigkeit einander begegnen.
Im Zentrum des Programms steht die Messe solennelle op. 16 von Louis Vierne, einem der bedeutendsten französischen Orgelkomponisten des frühen 20. Jahrhunderts. Die beeindruckende Besetzung für Chor und Orgel verbindet symphonische Klangfülle mit tief empfundener Spiritualität und spiegelt die klangliche Pracht der großen Kathedralen Frankreichs wider.
Einen kontemplativen Gegenpol bildet Gabriel Faurés „Cantique de Jean Racine“, ein Werk von schlichter Schönheit und innigem Ausdruck, dass zu den meistgeschätzten geistlichen Chorwerken der französischen Romantik zählt.
Die englische Chortradition ist mit drei festlichen Anthems vertreten:
Samuel Sebastian Wesleys jubelndes „Blessed be the God and Father“ sowie Hubert Parrys repräsentative Werke „I was glad“ und „Jerusalem“. Diese Kompositionen stehen exemplarisch für den strahlenden, würdevollen Klang der anglikanischen Chormusik und verbinden feierlichen Lobpreis mit national geprägter Klangsprache.
„Klang der Kathedralen“ lädt ein zu einer musikalischen Reise durch weite Kirchenräume und große Emotionen – ein Sommerabend voller Licht, Raum und festlicher Chormusik.