Aktuelles

Winterkirche

Vom 4. Januar bis zum Sonntag vor Palmarum findet wieder die Winterkirche im Lutherhaus statt, um Energie zu sparen und anschließend den #wärmewinter anbieten zu können.

Der Gottesdienst beginnt wie gewohnt um 10 Uhr, anschließend wird zu einem frühen Mittagessen geladen - diese Einladung ist wie immer unabhängig vom Gottesdienstbesuch! Das Essen ist kostenlos, über eine kleine Spende freuen wir uns natürlich auch.

Auf dem Weg zur Gesamtkirchengemeinde

„Times there are a changing“ (Die Zeiten ändern sich) – sang schon Bob Dylan. Auch für die Landeskirche ändern sich die Zeiten, schnell und fundamental. Wir werden weniger an allen Ecken und Enden, die Zahlen sprechen für sich. So stehen im nächsten Planungszeitraum ab 2029 Kürzungen von mindestens 30 Prozent an. Außerdem macht sich der Fachkräftemangel auch in der Kirche drastisch bemerkbar. Die Region Südniedersachen betrifft dies besonders. Im kommenden Jahr wird mit bis zu 12 Vakanzen in unserem Kirchenkreis zu rechnen sein. Es gibt wenig bis gar kein Interesse bei Pastor*innen, sich auf Stellen hier zu bewerben. Ein Hindernis ist sicher die Kleinteiligkeit in den parochialen (pfarrbezirklichen) Gemeindestrukturen. Es muss sich Grundlegendes ändern, damit kirchliches Leben in unserer Region auch zukünftig stattfindet und Haupt- wie Ehrenamtliche mit Freude ihren Dienst tun können. Kirche ist in dieser Hinsicht neu zu denken und zu praktizieren. Die Weichen müssen neu gestellt werden. Wir müssen attraktiver werden. Insbesondere die regionale Zusammenarbeit rückt dabei in den Focus. Was also tun?

Bereits im vergangenen Jahr hatte Superintendentin Henking die Kirchenvorstände aus dem Bereich Alfeld zu einem Workshop eingeladen. Die aktuelle Lage und die sich abzeichnenden Entwicklungen wurden eingehend erörtert und nach Wegen in die Zukunft Ausschau gehalten. Ein Modell, das in unserem Kirchenkreis bereits im Saaletal existiert, ist das der Gesamtkirchengemeinde mit einer die Kirchenvorstände und Pastor*innen entlastenden Geschäftsführung. Es wurde von Pastorin Corinna Engelmann (Saaletal) und Herrn Markus Melzer (stellv. Leiter d. Kirchenamtes) vorgestellt. Wichtig ist dabei: Das kirchliche Leben vor Ort kann getragen und organisiert vorn Ortsräten weiter bestehen bleiben, ortsbezogene gemeindlichen Aktivitäten werden dadurch nicht eingeschränkt.

Dennoch: Für keine Gemeinde ist dies ein leichter Schritt. Es geht auch etwas zu Ende und das macht traurig. Aber neben der Einsicht in die Notwendigkeit wächst auch etwas: der Mut, die Ärmel hochzukrempeln, die Lust auf Neues und das Vertrauen, dass uns das Miteinander in eine gute Zukunft bringt. Am Ende geht es ja darum, unserem gemeinsamen Auftrag gerecht zu werden, nämlich das Evangelium zu verkünden.

Mittlerweile hat sich der Kreis erweitert. Zu einem Zusammenschluss sind außer St. Nicolai bereit: Friedenskirche Alfeld, Kirchengemeinde Am Reuberg (Gerzen-Warzen-Hohenbüchen), Kirchengemeinde Am Sackwald  (Langenholzen/Sack/Hörsum/Eimsen), Kirchengemeinde St. Andreas und St. Urbani (Imsen-Föhrste-Wispenstein), St. Petri Röllinghausen. Offen ist noch, ob sich die Kirchengemeinde Limmer für den Zusammenschluss entscheidet.

Seit September hat es zwei Treffen einer Steuerungsgruppe aus Mitgliedern der Kirchenvorstände gegeben, die sich auf die Fahnen geschrieben haben, einen gemeinsamen Weg zu finden und ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten, damit ab 2027 die in unserer Region freien Stellen neu ausgeschrieben werden können. Wir freuen uns, dass wir mit Pastor i.R. Gert Stührmann einen erfahrenen Pastoraltheologen und Coach als externen Berater für diesen Prozess gewinnen konnten. Über den weiteren Beratungsprozess und seine Ergebnisse wird in den kommenden Gemeindebriefen informiert.

Bernd Ulrich Rüter, Pastor

Wie auch schon in den vergangenen Jahren bietet das Kulinarik-Team um Angelika Anders jeweils Sonntags nach dem Gottesdienst ein kostenloses Mittagessen für alle an, dabei gibt es immer auch eine vegetarische Variante.

Dieses Angebot ist für alle Menschen gedacht, unabhängig von Religion, Konfession oder Kirchennähe, ein vorheriger Gottesdienstbesuch ist keine Voraussetzung.

Während der letzten Geburtstagskaffees, die bislang einmal im Quartal stattfanden, äußerten viele Gäste den Wunsch, sich in dieser Form häufiger zu treffen. Da das Klönma(h)l nicht so gut angenommen wurde, bietet das Kulinarikteam um Angelika Anders ab September an jedem 1. Mittwoch im Monat ab 15 Uhr ein "Gemeindecafé im Lutherhaus" an. Bei Kaffee, Kuchen und Schnittchen soll Zeit für Begegnung, Gespräch und fröhliches Miteinander sein. Besonders begrüßen wir Geburtstagskinder ab dem 75. Lebensjahr.

Alle sind eingeladen, unabhängig von Religion, Konfession, Geldbeutel oder Herkunft, die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Gerüst Barockfiguren
Abnahme der Barockfiguren am 4.9.23. Bild von Michael Liesner

Barockfiguren…

…ist unter machen Mitarbeitenden in der Gemeinde schon ein fester Begriff. Er steht für eine längere Geschichte. Die Figuren sollten schon vor einiger Zeit entstaubt und gereinigt werden. Die Kosten für das dafür erforderliche Gerüst standen jedoch in keinem Verhältnis für die vergleichsweise geringen Kosten der Reinigung. Die Sache zog sich. Hinzu kam, dass die Ordnung der Figuren, die einmal zu einem bereits 1888 entfernten Altar gehörten, an der Süd- und Nordwand der Kirche recht beliebig wirkt und die Figuren stilistisch eigentlich nicht in die Kirche passen. Die Vorschläge seitens des Kunstreferats der Landeskirche und des Amtes für Bau- und Kunstpflege konnten dabei nicht überzeugen. Außerdem bedarf die Kirche einer Innenrenovierung. Zugleich ist zu überlegen, wie bei den immer geringeren Besucherzahlen die gottesdienstliche Nutzung flexibler gestaltet werden kann.
Der Kirchenvorstand hat sich darum entschlossen, die Barockfiguren bis auf das Kreuz an der Nordwand abzunehmen und „einzuhausen“. Sie werden geschützt verpackt und gelagert. Der Altarraum soll neu gestrichen werden. Gemeinsam mit dem Amt für Bau und Kunstpflege wird eine Konzeption des Altarraums erarbeitet, die gottesdienstliche Feiern besonders im Altarraum ermöglicht.