Die Schaper-Bente-Orgel

Die Orgel der St.-Nicolai-Kirche wurde im Jahr 1863 durch den Hildesheimer Orgelbauer Heinrich Schaper erbaut. Es handelt sich um sein größtes Werk mit damals 31 Registern auf drei Manualen. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts bleibt die Orgel unverändert, erst dann folgen mehrere Umbauten und Dispositionsveränderungen.

Gravierende Änderungen kamen durch den Umbau des Orgelbauers Friedrich Weißenborn in den 60er Jahren. In diesem Zuge wurde auch das III. Manualwerk durch ein Rückpositiv ersetzt. Der ursprünglich frühromantische Orgelklang fand sich in ein neobarockes Klangideal gedrängt. Die Orgel hatte ihre klangliche Ausgewogenheit verloren.

Im Jahr 2000 begannen die Überlegungen zu einer umfassenden Orgelsanierung. Als Ziel galt es vor allem den historischen Registerbestand zu erhalten und den ursprünglichen frühromantischen Orgelklang wiederherzustellen. Das Rückpositiv wurde zurückgebaut. Als einzige Abweichung vom Originalzustand wurde das mit ursprünglich drei Registern sehr kleine liturgische Manual zu einem vollen Unterwerk ausgebaut, um die zuletzt vorhandenen über vierzig Register weiter zu erhalten.

Mit der Fertigstellung der Orgelsanierung im Jahr 2015 präsentiert sich die Orgel von St. Nicolai nun wieder als herausragendes und klangschönes Instrument. Die zahlreichen 8'- und 4'-Register bieten unzählige Kombinationsmöglichkeiten für romantische Orgelklänge.

Das Klangbild der einstigen Schaper-Orgel von 1863 erklingt dank der hervorragenden Arbeit durch die Orgelbauwerkstatt Jörg Bente wieder neu. Orgelliteratur aus dem 19. Jahrhundert lässt sich authentisch an der restaurierten Orgel darstellen. Aber auch Werke aus anderen Epochen finden dank der Vielfalt an charaktervollen Stimmen überzeugende Registrierungen.

Disposition der Orgel (2015)

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